Rettet die Hebammen - Blogger helfen Hebammen

6. Mai 2017

 
Nun werde ich doch politisch auf meinem Blog. Es geht um das Aussterben der Hebamme.
Uns ist sicher klar, dass eine Haftpflichtversicherung dringend sein muss, es können immer Komplikationen bei einer Geburt auftreten. Was allerdings nicht klar ist, dass eine Hebamme das ganz alleine zahlen muss, damit sie arbeiten darf! Rund 7000 Euro muss eine freiberufliche Hebamme an die Versicherung im Jahr bezahlen. Warum soviel? Eben weil sie keinerlei Unterstützung vom Staat diesbezüglich bekommt.

Eine Hebamme ist für die Schwangerenvorsorge essentiell und bei einer Geburt so oder so nicht wegzudenken. Doch wie ist es, wenn es eben nicht mehr die Wahl der Hebamme gibt? Dann musst du damit leben, was du bekommst. Du wirst angeschrien, wenn du das jetzt nicht so und so machst, dann gibt es eben den Kaiserschnitt. Ihr seid einfach nicht auf einer Wellenlänge und es gibt hier und da mal einen dummen Kommentar oder es wird mit der Ärztin drüber gelästert, warum du dich so anstellst. Ja, ich spreche von meiner zweiten Geburt. Aber das kann auch jedem anderen passieren, wenn er bzw. sie nicht mehr die freie Wahl an Hebammen hat. Oder es passiert, dass die Geburt völlig ohne Hebamme verläuft, weil eben auch noch andere Schwangere gerade gebären und es nicht genügend Hebammen gibt. Eine Geburt ohne Hebamme ist gerade erst Mamaskind passiert.

Ich wollte gerne selber einmal eine Hebammenausbildung machen, vor etwa vier Jahren dachte ich bereits darüber nach. Doch schon da kam das Thema der hohen Haftpflichtgebühr für Hebammen auf. Somit wurde ich also keine Hebammenschülerin und möchte es in Zukunft auch nicht mehr anstreben, obwohl der Beruf der Hebamme für mich immer noch einer der schönsten Berufe ist.

Was wäre denn nun wünschenswert? Ich würde mir wünschen, dass die Politik hier eingreift und diese Unsumme von 7000 Euro vom Staat finanziert wird, oder dass die Versicherungen, diesen Eigenanteil drastisch senken müssten, oder oder oder.
Und ich wünsche mir das wirklich sehr. Denn sollte ein weiteres Wunder zu uns finden, dann möchte ich eine Hebamme bei meiner Hausgeburt dabei haben. Eine Hebamme, die für mich da ist und mich bestmöglich unterstützt. Mit der ich auf einer Wellenlänge bin und mit der ich mich einfach verstehe, eben eine Hebamme für die ICH mich entschieden habe und nicht, weil ich sie nehmen musste, weil es keine Andere gibt.

Was WIR nun allerdings tun können, ist zu zeigen, dass uns das Thema ALLE angeht. Das mache ich und unterstütze damit den Storchenfond. Wie du als Blogger ebenfalls helfen kannst, findest du hier: elternblogs.info/storchenfonds/

chenfonds
Blogger helfen Hebammen - Rettet die Hebammen

Keine Kommentare

Powered by Blogger.