Mit dem Baby unterwegs – Wertvolle Tipps für den Alltag

Die ersten Tage im Leben des neuen Familienmitglieds sind etwas ganz Besonderes. Idealerweise sind die wichtigsten Besorgungen erledigt, sodass man diese besondere Zeit daheim mit der Familie verbringen kann.

Kuscheln, Stillen lernen und eine Beziehung zum Baby aufbauen stehen deswegen in den meisten Familien auf der Tagesordnung. Irgendwann wird jedoch das Bedürfnis laut, frische Luft und Sonne zu tanken und mit dem Baby die Welt zu erkunden.

Egal ob Arztbesuche, Einkäufe oder Kaffeetrinken in der Stadt: Ab jetzt ist das Baby immer dabei. Selbstverständlich hat es auch unterwegs viele Bedürfnisse, auf die Eltern reagieren müssen.

Damit Hunger oder eine volle Windel nicht für Frust oder den frühzeitigen Abbruch des Ausfluges sorgen, gehört eine sinnvoll gepackte Windeltasche zur Grundausstattung. Außerdem müssen Eltern entscheiden, wie sie ihr Baby transportieren wollen.

Ausflüge mit dem Baby sind generell schon ab dem Tag der Geburt möglich. Welcher Zeitpunkt für einen ersten Spaziergang richtig ist, kann man deswegen nach Gefühl entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass man gut auf alle Eventualitäten vorbereitet ist und für das Baby eine sichere Transportmöglichkeit hat.

 

Achtung, Baby an Bord – Autofahren mit Baby leichtgemacht

Die erste Autofahrt mit dem Baby steht den meisten Eltern am Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus bevor. Der Kindersitz sollte deswegen bereits mit der Erstausstattung gekauft werden.

Der Kindersitz ist für den Transport von Kindern gesetzlich vorgeschrieben. Die erste Fahrt ohne Kindersitz kann zum 12. Geburtstag des Kindes erfolgen oder wenn das Kind eine Körpergröße von 1,50 m erreicht hat.[1] Der Kindersitz ist deswegen ein langjähriger Begleiter des Kindes und sollte mit Sorgfalt ausgewählt werden.

Im Laufe der Jahre muss der Kindersitz mehrmals ersetzt werden, damit er immer zu den Bedürfnissen des Babys passt. Der Kauf des ersten Kindersitzes ist dabei eine besondere Herausforderung, weil vor allem die Eltern von Erstgeborenen keinerlei Erfahrung mit den verschiedenen Rückhalte- und Sitzsystemen haben. Zu diesem speziellen Thema werden wir deswegen einen separaten Artikel erstellen.

Statistisch gesehen sind Kinder in der Mitte der Rücksitzbank am sichersten aufgehoben. Bei einem Unfall ist das Kind hier am weitesten entfernt von einem Aufprall. Grundsätzlich darf auch ein rückwärtsgerichteter Kindersitz jedoch auch auf dem Beifahrersitz montiert werden, wenn der Airbag auf dieser Seite deaktiviert wurde.[2]

Ideal für die ersten Lebensmonate sind Kindersitze, in denen das Baby rückwärts zur Fahrtrichtung sitzt. Bis zum 15. Lebensmonat sind sie Pflicht, weil die nur schwach ausgeprägte Halsmuskulatur bei einem Aufprall den verhältnismäßig großen und schweren Kopf des Babys nicht stabilisieren kann. Rückwärtsgerichtete Kindersitze und Babyschalen reduzieren so das Risiko für Nackenverletzungen erheblich.[3]

Neben der Wahl des Kindersitzes und des Sitzplatzes bereitet vor allem jungen Eltern ein weiteres Problem im Auto große Sorge: Was ist, wenn das Baby schreit?

Während einige Babys das Autofahren problemlos mitmachen und dabei sogar einschlafen, sind andere von Autofahrten weniger begeistert. Nicht nur für das Baby, sondern auch für die Eltern können so auch nur kurze Autofahrten zur Tortur werden.

Wichtig ist, dass das Baby in jedem Fall ordnungsgemäß im Auto angeschnallt wird. Idealerweise sitzt ein Elternteil hinten beim Baby, wenn es die Umstände erlauben. Die Gesellschaft und die Ablenkung können das Baby beruhigen und ihm Sicherheit geben, bis es sich ans Autofahren gewöhnt hat.

Trotzdem darf das Baby nicht aus der Babyschale auf den Arm genommen werden. Wer mit dem Baby alleine fährt, muss sich hingegen ein starkes Nervenkostüm zulegen. Die Ablenkung durch das Baby ist nicht zu unterschätzen und kann zu einem gefährlichen Faktor im Straßenverkehr werden.

Eltern sollten deswegen schon bei Fahrtantritt dafür sorgen, dass das Baby bestmöglich versorgt ist, damit nicht Hunger oder eine volle Windel zusätzlich für Unbehagen beim Baby sorgen.

Folgende Faktoren können außerdem für Frust bei der Autofahrt sorgen

  • Temperatur: Wenn es im Auto zu kalt oder zu warm ist, sind viele Babys schnell unzufrieden. Dicke Winterjacken sollte man aus Sicherheitsgründen im Auto trotzdem ausziehen. Sie können die Wirkung der Anschnallgurte erheblich reduzieren.[4] Eine Kuscheldecke im Winter und luftige Kleidung im Sommer können hier Abhilfe schaffen.
  • Reizüberflutung: Gerade bei schnellen Geschwindigkeiten haben Säuglinge Schwierigkeiten, ihre Umgebung richtig wahrzunehmen und zu erfassen. Die vorbeifliegende Landschaft kann beim Baby schnell Unsicherheit auslösen. Helle Sonneneinstrahlung und laute Musik können zusätzlich zu einer Reizüberflutung führen. Abhilfe schafft man hier mit einem Sicht- und/ oder Sonnenschutz an den Fenstern sowie leiser, beruhigender Musik. Wie viele Eindrücke ein Baby gleichzeitig verarbeiten kann, hängt vor allem von seinem Alter und seiner kognitiven Entwicklung ab. Gerade Neugeborene können hier schnell überfordert sein.
  • Langeweile und Einsamkeit: Im rückwärtsgerichteten Kindersitz und in der Mitte der Rücksitzbank reist das Baby am sichersten. Ist es hinten im Auto jedoch alleine, stellen sich schnell Langeweile ein. Außerdem kann es seine Eltern nicht sehen und fühlt sich möglicherweise allein. Wann immer möglich sollte deswegen eine vertraute Person auf der Rücksitzbank Platz nehmen und für Gesellschaft und Unterhaltung sorgen.
    Wer regelmäßig alleine mit dem Baby im Auto sitzt (z. B. Alleinerziehende) sollte überlegen, ob er den Airbag auf der Beifahrerseite deaktivieren lässt. Dann kann das Baby vorne mitfahren und so die Nähe des Elternteils genießen. In einem rückwärtsgerichteten Kindersitz ist sogar Blickkontakt mit dem Baby möglich.
  • Müdigkeit: Während einige Babys im Auto wunderbar schlafen können, kriegen andere im Kindersitz kein Auge zu. Vor einer längeren Autofahrt sollte man deswegen für ein Nickerchen sorgen. Im Handel sind außerdem spezielle Babyschalen erhältlich, die eine liegende Position ermöglichen und so das Schlafen im Auto erheblich erleichtern.

Längere Autofahrten sollten in den ersten Lebenswochen so gut es geht vermieden werden. Mehr als zwei Stunden sollte das Baby möglichst nicht im Kindersitz verbringen müssen.[5] Ist eine längere Fahrt unvermeidlich, sorgen Pausen zwischendurch für das nötige Durchhaltevermögen.

 

Kinderwagen

Kinderwagen gibt es in zahlreichen Ausstattungsvarianten: Mir drei oder vier Rädern, mit großen oder kleinen Reifen und mit Luxus- oder Grundausstattung. Viele Eltern erwägen den Kauf des Kinderwagens bereits vor der Geburt, damit für den ersten Ausflug mit dem Baby bereits alles vorbereitet ist.

Weil die große Auswahl den Kauf des perfekten Kinderwagens nicht gerade erleichtert, empfehlen auch wir, möglichst frühzeitig ein passendes Modell auszuwählen. Gerade Modelle mit Sonderausstattung haben außerdem eine längere Lieferzeit, die man beim Kauf ebenfalls berücksichtigen muss.

Das wichtigste Kaufkriterium des Kinderwagens ist sein Einsatzzweck. Leichte, wendige Modelle sind besonders gut geeignet für Eltern, die in der Stadt wohnen und überwiegend auf befestigten und ebenen Straßen unterwegs sind. Beim Einkaufen erleichtern sie das Manövrieren in engen Gängen und auch in Parkhäusern oder Aufzügen sind sie die beste Wahl.

Wer einen Kinderwagen für Waldspaziergänge oder unebenes Gelände sucht, benötigt hingegen ein Modell mit größeren Reifen und guter Federung. Kinderwagen mit drei Rädern sind dabei besonders flexibel und werden so den Ansprüchen von besonders aktiven Eltern gerecht. Auch für sportlich aktive Eltern gibt es spezielle Kinderwagen, die beispielsweise zum Joggen gut geeignet sind.

Ob der Kinderwagen häufig mit dem Auto transportiert werden soll, spielt ebenfalls eine große Rolle. Das Modell sollte sich in diesem Fall schnell und einfach zusammenklappen und platzsparend verstauen lassen.

Viele Kinderwagen haben auch in zusammengeklapptem Zustand stattliche Abmessungen. Verfügt das Auto nur über einen kleinen Kofferraum, sollte dieser vorher abgemessen werden. Wichtig ist dieser Faktor auch beim Mietwagen: Wer am Urlaubsort ein Auto mietet, kann mit der kleinsten Fahrzeugklasse Schwierigkeiten bekommen. Häufig passt ein handelsüblicher Kinderwagen nicht in den Kofferraum dieser Kleinwagen.

Ein wichtiges und häufig unterschätztes Kaufkriterium ist auch die Fahrtrichtung: Rückwärtsgerichtete Kinderwagen ermöglichen Blickkontakt mit dem Baby und geben ihm so gerade bei den ersten Ausflügen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Viele ältere Kinder genießen hingegen das Fahren in Blickrichtung. So können sie die Welt erkunden und frühzeitig sehen, was auf sie zukommt.

Forscher der Universität Dundee haben zahlreiche Vorteile herausgearbeitet, die das rückwärtsgerichtete Fahren im Kinderwagen mit sich bringt:[6]

  • Bessere Kommunikation zwischen Eltern und Kind
  • Eltern sprechen häufiger mit ihren Kindern, wenn sie Blickkontakt halten können
  • Baby und Eltern lachen mehr, wenn sie sich sehen können
  • Geringere Herzfrequenz des Babys lässt auf weniger Stress hindeuten
  • Reduziertes Risiko einer Reizüberflutung
  • Erhöhtes Sicherheitsgefühl und weniger Ängste
  • Erleichtertes Einschlafen beim Fahren im Kinderwagen

In Fahrtrichtung ausgerichtete Kinderwagen ermöglichen hingegen einen besseren Kontakt mit der Umwelt. Herannahende Autos, Radfahrer und Fußgänger mit Hund können vom Kind frühzeitig erfasst werden. Diese Ablenkung unterwegs sorgt für Abwechslung und Unterhaltung auf längeren Fahrten mit dem Kinderwagen.

Für Kleinkinder sind sie deswegen eine gute Alternative, wenn sie der Umwelt gegenüber aufgeschlossen sind und nicht ängstlich reagieren.

Für Neugeborene und Babys im ersten Lebensjahr sind jedoch Modelle, die Blickkontakt mit den Eltern ermöglichen, die bessere Wahl. Einige Kombi-Kinderwagen ermöglichen einen Umbau, sodass das Kind wahlweise vorwärts oder rückwärts fahren kann.

Mit diesen Modellen sind Eltern bestens ausgestattet, weil sie ihr Kind so beobachten und sein Verhalten analysieren können. Bei den Buggys ist die Auswahl an Modellen mit wählbarer Blickrichtung kleiner; die Suche kann sich jedoch trotzdem lohnen.

Die Stiftung „für Kinder“ fordert aufgrund der zahlreichen Vorteile, dass mehr Hersteller Kinderwagen und Buggys anbieten, bei denen die Fahrtrichtung wählbar ist.[7]

 

Tragetuch

Grundsätzlich kann ein Neugeborenes vom ersten Lebenstag an im Tragetuch transportiert werden. Für viele Mütter sind Tragetücher eine sehr praktische, alltagstaugliche Möglichkeit, das Baby mit in den Alltag zu nehmen. Weil man bei der Verwendung des Tragetuches die Hände frei hat, kann es bei fast allen Tätigkeiten verwendet werden.

Spezielle Babytragetücher sind für diesen Zweck besonders gut geeignet, weil sowohl Material als auch Schnitt und Abmessungen genau auf die Bedürfnisse von Elternteil und Baby abgestimmt sind.

Weil gerade Neugeborene ein großes Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt haben, ist das Tragen für sie eine besonders angenehme Art der Fortbewegung.

Weitere Vorteile sind:

  • Hohes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit (Hautkontakt, Körperwärme, Wahrnehmung des Herzschlages)
  • Schutz vor Reizüberflutung, wenn das Baby dem Elternteil zugewandt getragen wird
  • Blickkontakt

Im Prinzip gibt es vier verschiedene Tragevarianten. Ob das Baby vor dem Körper, auf dem Rücken, in Blickrichtung oder dem Elternteil zugewandt getragen werden soll, hängt sowohl von seiner Reaktione, seinen Bedürfnissen und den persönlichen Vorlieben ab.

Ideal ist das Tragen vor der Brust und mit der Möglichkeit des Blickkontaktes. Neben den oben genannten Vorteilen bietet das Tragen – korrekte Führung des Tragetuches vorausgesetzt – einen gesundheitlichen Nutzen: Weil das Baby mit gespreizten Beinen im Tragetuch hockt (Anhock-Spreizhaltung), wird für die gesunde Entwicklung der Hüfte ein wichtiger Grundstein gelegt.[8]

Diese Körperhaltung wird vom Baby automatisch eingenommen, wenn es in der Erwartung ist, von einer Person auf den Arm genommen zu werden. Wer sich das Baby auf die Hüfte setzt, kann die Anhock-Spreizhaltung ebenfalls beobachten.

Von dieser Körperhaltung profitiert vor allem die unausgereifte Hüfte des Babys. Die noch knorpeligen Teile der Hüfte werden in einer optimalen Position gehalten und können in einer gesunden Position verknöchern.

Das Tragetuch kann einer Hüftdysplasie vorbeugen bzw. beim Vorhandensein dieser Erkrankung eine Ergänzung oder Alternative zu weiteren Behandlungsmethoden sein.[9]

Sowohl die besondere Anatomie der Hüfte bei der Geburt als auch der Reflex, beim Hochnehmen die Beine zu spreizen und anzuziehen, deuten darauf hin, dass das Baby zum Getragenwerden geboren ist. In vielen Kulturen gehört das Tragen des Babys zu einer absoluten Selbstverständlichkeit.[10]

Mit dem Tragetuch ermöglicht man dem Baby eine gesunde Entwicklung der Hüfte, befriedigt sein Bedürfnis nach Nähe, Sicherheit und Geborgenheit und unterstützt es in seiner psychologischen Entwicklung.[11] Gleichzeitig finden Eltern eine Möglichkeit, das Baby sicher, bequem und sanft durch den eigenen Alltag zu bringen.

Das Anlegen des Tragetuches sollte man sich bestenfalls von einer qualifizierten Hebamme zeigen lassen. Auch bei der Materialwahl benötigen viele Eltern Hilfe. Gerade am Anfang ist das richtige Binden des Tuches eine große Herausforderung, weil dabei eine Menge Faktoren beachtet werden müssen.

Bedenken sollte man auch, dass Tragetücher im Sommer sehr warm sein können. Weil sie mehrere Male um den Körper geschlungen werden, empfinden viele Eltern sie im Sommer als unangenehm.

Im Handel sind besonders dünne, atmungsaktive Tragetücher erhältlich, die mit speziellen Wickeltechniken wenig auftragen und für eine gute Zirkulation der Luft sorgen. Diese leichten Tragevarianten sollte man sich ebenfalls von der Hebamme zeigen lassen oder im einem Kurs erlernen.

 

Babytrage

Eine einfache und praktische Alternative zum Tragetuch ist die Babytrage. Dabei handelt es sich um eine Art Rucksack mit einer vorgeformten Sitzeinheit. Der größte Vorteil der Babytrage ist, dass sie ohne großen Aufwand schnell einsatzbereit ist.

Anders als das Tragetuch muss die Babytrage nur umgeschnallt und nicht speziell gewickelt oder gebunden werden. Auch über die Stabilität des Köpfchens und der Halswirbelsäule muss man sich hier weniger Gedanken machen, weil die Modelle auf die Bedürfnisse der jeweiligen Altersklasse abgestimmt sind und so für eine optimale Ergonomie sorgen.

Genau wie das Tragetuch fördert die Verwendung einer Babytrage die gesunde Entwicklung der Hüfte. Wichtig ist jedoch, dass der Sitzsteg in seiner Breite an Babys Bedürfnisse und Körpergröße angepasst werden kann. Viele Modelle verfügen hier über variable Einstellmöglichkeiten.

Beim Kauf sollte man sich außerdem bewusst machen, wie lange das Modell verwendet werden soll. Grundsätzlich können Neugeborene ab dem ersten Lebenstag sowohl im Tragetuch als auch in der Babytrage transportiert werden.

Für einige Modelle ist allerdings ein spezieller Neugeborenen-Einsatz erforderlich. Neben dem Sitzsteg sollten auch Schulter- und Hüftgurte sich so in der Länge verstellen lassen, dass eine optimale Anpassung an den Körper des Trägers gewährleistet ist.

Die meisten Babytragen können bis zum zweiten Lebensjahr verwendet werden; einige sogar noch länger. Der hohe Anschaffungspreis im Vergleich zum Tragetuch relativiert sich schnell, wenn die Babytrage länger als nur ein paar Monate zum Einsatz kommen soll.

Eltern sollten sich auch bewusstmachen, dass sich das Tragetuch wesentlich platzsparender und einfacher verstauen und transportieren lässt. Wer also nur gelegentlich trägt und überwiegend einen Kinderwagen nutzt, ist mit dem Tragetuch unter Umständen besser versorgt.

Andererseits erfordert das Anlegen der Babytrage keinerlei Übung, weil diese einfach wie ein Rucksack umgeschnallt wird. Das Einstellen der Bänder ist mit wenigen Handgriffen erledigt.

Besonders praktisch ist die Babytrage beim Einkaufen. Das An- und Ablegen des Trageschirrs in der Umkleidekabine ist auch dann keine große Herausforderung, wenn man alleine mit dem Baby unterwegs ist.

 

Mit dem Baby unterwegs – Was muss man mitnehmen?

Neben einer sicheren Transportmöglichkeit für das Baby stellen viele Eltern sich die Frage, was sie unterwegs alles brauchen. Intuitiv werden gerade für längere Ausflüge große Taschen mit allerlei Zubehör gepackt.

Das Meiste davon benötigt man unterwegs dann doch nicht. Was man aber dringend braucht, ist in der Babytasche nicht auffindbar.

Damit Eltern mit leichtem und sinnvollen Gepäck unterwegs sind, listen wir hier die wichtigste Baby-Ausrüstung auf.

Notwendige Begleiter sind

  • 2 Windeln (je nach Ausflugsdauer auch mehr)
  • Feuchttücher und ggf. Wundschutzcreme
  • Wickelunterlage (unterwegs ist ein Einwegschutz besonders praktisch)
  • Müllbeutel
  • Wechselwäsche (Body, Strumpfhose, Hose, Pullover oder Strickjacke)
  • Ersatzschnuller
  • Mulltücher zum Füttern oder Stillen
  • Stilleinlagen
  • Fläschchen mit abgemessenem Milchpulver und Thermoskanne mit heißem Wasser (für Babys, die nicht gestillt werden)
  • Fläschchen mit abgepumpter Muttermilch (wenn man unterwegs nicht stillen kann oder möchte)
  • Brei und Löffel (für ältere Babys)

Darüber hinaus können einige weitere Gegenstände unterwegs treue Dienste leisten. Stillende Mütter sollten gerade in den ersten Stillwochen ein T-Shirt oder Top zum Wechseln dabei haben.

Nicht unbedingt nötig ist ein Hände-Desinfektionsmittel. Die mitgeführten Baby Feuchttücher sind in fast allen Fällen ausreichend, um schmutzige Hände zu reinigen. Wer sich mit einem Desinfektionsmittel sicherer fühlt, belastet mit einer kleinen 50ml-Flasche jedoch seine Wickeltasche nicht allzu sehr.

Ältere Babys können sich außerdem unterwegs schnell langweilen. Ein Spielzeug oder ein Buch sorgen für Ablenkung und können einem quengeligen Baby beim Wickeln den Tag retten.

Im Sommer sollte – vor allem bei längeren Ausflügen im Freien – ein Sonnenschutz im Gepäck vorhanden sein. Neben einem Sonnenhut ist auch eine Baby Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 wichtig.

Ist das Baby bereits im Krabbelalter oder macht bereits seine ersten Schritte, kann auch ein kleines Erste-Hilfe-Set nicht schaden. Eine Splitterpinzette, eine Zeckenzange und Kinderpflaster können unterwegs wertvolle Dienste leisten.

Für das Verstauen und Transportieren all dieser Gegenstände sind Wickeltaschen sehr gut geeignet. Sie verfügen über viele kleine Fächer im Inneren, die dafür sorgen, dass man alles Wichtige griffbereit verstauen kann.

Wickeltaschen sind als Rucksack, Umhängetasche oder als Organizer für den Kinderwagen erhältlich. Eine spezielle Halterung sorgt hier dafür, dass man die Tasche nicht die ganze Zeit tragen muss.

 

Das perfekte Outfit für unterwegs

Neben einer vollen Windel, Hunger und Müdigkeit sorgen vor allem zu kalte oder zu warme Temperaturen häufig für Unzufriedenheit beim Baby. Die Kleinsten sind dabei – anders als Erwachsene – deutlich weniger dazu in der Lage, ihre Körpertemperatur selbst zu regulieren.

Gleichzeitig können sich kleinere Babys noch nicht mitteilen und so einen Hinweis darauf geben, dass ihnen zu warm oder zu kalt ist. Wer bei wechselhaftem Wetter einen Ausflug mit dem Baby macht, sollte deswegen beim Outfit auf das Zwiebel-Prinzip setzen.

Ein kurzärmeliger Body mit einem Strampler oder einer luftigen Hose werden hier mit einem T-Shirt, einem Pullover und/oder einer Strickjacke kombiniert. Bei Regenwetter und im Winter braucht das Baby zusätzlich eine wetterfeste Jacke und dicke Socken.

Ob dem Baby zu warm oder zu kalt ist, kann man an der Temperatur im Nacken prüfen. Ist die Haut dort warm und schwitzig, ist dem Baby zu warm. Hände und Füße des gesunden Babys fühlen sich bei vielen Babys immer kühl an, sodass sie weniger gut geeignet sind, um den Wärmehaushalt des Babys einzuschätzen.[12]

 

 

 

 

 

[1] https://dejure.org/gesetze/StVO/21.html

[2] https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/kindersicherheit/kindersitzberater/kindersitz-beifahrersitz/

[3] https://www.autogazette.de/kinder/sitze/sicherheit/sicherster-platz-fuer-kinder-ist-rueckbank-989396856.html

[4] https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/wetter/winterjacke-auto/

[5] https://www.bussgeldkatalog.org/autofahren-mit-baby/

[6] http://app.dundee.ac.uk/pressreleases/2008/prnov08/babybuggies.htm

[7] https://fuerkinder.org/aktuelles/aktionen/buggy-aktion/#comment-51

[8] https://dgou.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht-pressemitteilungen/artikel/anhock-spreizstellung-beim-tragen-foerdert-gesunde-entwicklung-der-babyhuefte/

[9] https://www.didymos.de/content/uploads/2018/01/6_Expertentexte-Engel-Majer_Pysio-Praxis.pdf

[10] https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/artikel/tragen-aus-kinderaerztlicher-sicht/

[11] https://d-nb.info/1000935817/34/

[12] https://www.t-online.de/leben/familie/baby/id_19727730/am-nacken-die-temperatur-des-kindes-messen.html

 

Bildquellen

Illustrationen: Natalya Zelenina

Mother Putting Baby Son Into Car © Depositphotos.com/monkeybusiness

Cute baby sleeping in car seat safety drive with mother, happy family road trip travel in vacation day © Depositphotos.com/Sutichak

Happy mother with stroller in park © Depositphotos.com/Syda_Productions

Young mother with her son in sling © Depositphotos.com/halfpoint

Young mother with her toddler child © Depositphotos.com/mary_smn

Mothers bag and accessories © Depositphotos.com/belchonock