Lob und Anerkennung


Lob und Anerkennung genießen wir doch alle sehr gerne. Ob im Beruf oder im Privatleben. Warum also nicht auch unsere Kinder. 


Ein Lob oder Anerkennung auszusprechen fällt den meisten Eltern auch gar nicht schwer. Das Kind kommt z.B. aus der Schule und hat eine gute Note in der Arbeit geschrieben. Mama oder Papa loben das Kind, "Du bist richtig schlau. Du bist einfach Klasse!"

Aber so lieber nicht! Denn es sollte immer die Sache an sich gelobt werden. Niemals das Kind selbst loben. Also besser:" Das hast ist aber hervorragend! Die Arbeit war sicher schwer und du hast dich sehr angestrengt. Nur weiter so!"

In den allermeisten Fällen, kommen diese Anerkennung besser beim Kind an, als das eigentliche Lob an der Person.

Besonders erledigte Aufgaben oder große Bemühungen können auch gerne einmal materiell belohnt werden. Mit einer kleinen Taschengelderhöhung, einem kleinen Spielzeug, etwas Süßes extra und natürlich mit viel gemeinsamer Zeit. Wie wäre es z.B. mit einem Kinobesuch?

Diese großen Dinge werden schnell gelobt, denn sie fallen einem auch sehr leicht auf. Doch wie ist es mit dem kleinen Lob? 

Das Kind hat z.B. ganz von allein den Tisch abgeräumt, oder den Müll bereits weggeräumt. Eventuell hat das Kind sein Zimmer begonnen aufzuräumen. Oder, das Kind hat sich bereits an die Hausaufgaben gesetzt. Werden diese Dinge im Alltag auch gelobt und anerkannt? Häufig fallen diese kleinen Dinge doch eher nicht auf.

Aber auch hier ist ein Schulterklopfen oder ein "Das hast du gut gemacht!" manches Mal sehr förderlich. Denn Positives möchte wiederholt werden. Sie werden schnell im Gehirn abgespeichert. Also können diese Dinge auch bei Kindern antrainiert werden, ganz einfach mit Lob.


Das Kind baut aber seit zwei Wochen einfach nur Mist und ich kann einfach nichts an ihm loben.

Uns Eltern fällt es manchmal sehr schwer, in diesen Zeiten unser Kind zu loben. Es ist gerade einfach alles blöd und ich bin enttäuscht oder sauer. Aber gerade in diesen Zeiten brauchen Kinder Anerkennung. Denn wie ich vorhin sagte, positives wird schneller verinnerlicht.
Also du kannst nichts an deinem Kind loben?
Ich sage doch. Einfach mal symbolisch die goldene Brille aufsetzen und reflektieren. Was kann mein Kind gut, worauf bin ich bei meinem Kind stolz, oder was kann ich von meinem Kind noch lernen?

Diese Dinge können ganz hilfreich sein, um einfach mal aus diesem Teufelsrad hinaus zu kommen.


Zum Schluss habe ich hier noch eine kleine Geschichte für euch. Es handelt vom kleinen Lob. Und nun setzt eure Brillen auf und habt noch einen schönen Tag.

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