Und so erziehen wir // Nanu - Wie erziehst denn du? #Blogparade



Die Blogparade Nanu - Wie erziehst denn du? ist wirklich gut angenommen worden und viele schöne Beiträge wurden bis dato eingereicht, aber dazu kommen wir später. Nun möchte ich erst einmal auf unsere Erziehungsansätze eingehen.

Unsere Erziehung ist gar nicht so kompliziert, wir folgen aber auch keiner bestimmten Methode zur Erziehung unserer beiden Jungs. Ein bisschen von hier und ein bisschen von da. Allerdings gibt es wesentliche Punkte in unserer Erziehung, die sich im Laufe der Zeit wirklich rauskristallisiert haben.

Reden ist bei uns das A und O. Wenn bereits regeln besprochen sind, können weniger Missverständnisse aufkommen und gewisse Grenzen können schon direkt abgesteckt werden. Es gehen einige Dinge einfach nicht und das versuchen wir so gut wie möglich immer im Vorhinein zu erklären. Auch würden wir niemals auf eine Warum-Frage mit "Darum!" oder "Weil ich es eben sage!" Antworten. Ich finde es ganz wichtig für die Entwicklung, dass Kinder hinterfragen und in einem gesunden Maß auch Widerworte geben. Sie sollen von Anfang an lernen, nicht alles auf sich beruhen zu lassen. Das heißt, bei uns darf gerne auch mal diskutiert werden, wenn sachlich argumentiert wird. Auch von meinem Großen verlange ich eine gewisse Argumentation und nicht einfach "...weil ich das jetzt so will!". Über alles lässt sich bei uns also reden.

Ich stelle mir gerne vor, wenn die Kinder Blödsinn gemacht haben, Wie würde ich es wollen, dass meine Eltern darauf reagieren? Das Ganze natürlich in einem realistischen Maße. Wenn etwas absichtlich kaputt gemacht wird, gibt es dafür natürlich kein Eis. Aber so kann ich wirklich fair beurteilen, welche Konsequenz aus dem Fehlverhalten nun gezogen werden muss.

Logische Konsequenzen sind uns in der Erziehung nämlich sehr wichtig, da wir der Meinung sind, dass Strafen einfach absolut fehl am Platz sind und nicht zu einer guten Erziehung beitragen. Das Kind baut draußen Blödsinn und kann sich nicht an die abgesprochenen Regeln halten? Dann muss es rein kommen und drinnen bleiben. Das Kind versucht etwas absichtlich kaputt zu machen, es wird ihm weg genommen. Bei all diesen Konsequenzen wird natürlich mit dem Kind darüber gesprochen.


Aber bei uns gibt es auch eine Art Auszeit. Wenn Noel tatsächlich wirklich wütend ist und kein Einsehen hat, so muss er in sein Zimmer. Meistens beläuft sich diese Zeit auf etwa 5 Minuten, es können aber auch schon mal 10 Minuten sein. Auch hier müssen wir sagen, dass so eine Auszeit einfach auch mal wichtig ist um aus der Situation raus zugehen und seine Gedanken ordnen zu können.

Ben erfährt in diesem Maße, wie Noel es tut, natürlich noch keine Konsequenzen. Vieles versteht er schließlich einfach noch nicht und hier setzen wir häufig die Taktik der Ablenkung ein. Was die Trotzphase betrifft, möchte ich gerne einen gesonderten Artikel dazu schreiben. Das würde den Umfang hier maßgeblich sprengen.

Unsere Werte versuchen wir den Kindern natürlich auch mitzugeben. Das setzen wir in der Vorbildfunktion um. Das klappt nicht immer so gut, wie man sich das eventuell vorstellt. Auch wir Eltern fluchen schon einmal oder vergessen uns für etwas zu bedanken. Trotzdem setzen wir viel auf Höflichkeit und Benehmen. Auch Wertschätzung möchten wir gerne vermitteln, denn es ist in unseren Augen sehr wichtig, das was man besitzt zu schätzen. Ob es nun eine Person ist, eine Geste oder ein Gegenstand, nichts ist selbstverständlich.

Regeln gibt es bei uns aber eher wenig, zumindest wenige die einfach ausgesprochen werden. Es gibt einen bestimmten Tagesablauf, der allerdings den Kindern angepasst ist, dementsprechend müssen keine Regeln z.B. für das Zubettgehen ausgesprochen werden. Da setzen wir ein wenig auf die Methode "unerzogen", wenn man das überhaupt so betiteln kann. Ich würde es auch eher bedürfnisorientiert nennen. Denn wenn das Kind nicht müde ist, was soll es dann im Bett? Wenn das Kind etwas nicht essen mag, warum soll ich es ihm aufzwingen? Wenn das Kind gerade nicht genau das machen will, was wir möchten, hören wir es uns an, was es denn sonst machen möchte oder achten eben auf die Signale die es uns vermittelt.

So, ich hoffe, ich konnte euch ein wenig in unsere Erziehungswelt mit nehmen und unsere Ansätze anklären. Wenn ihr aber noch Fragen oder Bemerkungen dazu habt, dann könnt ihr diese gerne in die Kommentare schreiben.


Nun möchte ich euch aber noch die anderen Beiträge hier verlinken. Es ist so spannend zu lesen, wie andere Eltern es ganz anders, ähnlich oder ganz genauso machen. Also schaut auch unbedingt bei diesen Bloggern und ihren Erziehungen vorbei.

Linichri schreibt über ihren autoritativen Erziehungsstil
Anja schreibt über Medienkompetenz
Lars gibt uns Einblicke in die chinesische Erziehung
Natalia lässt ihr Bauchgefühl und ihr Herz sprechen
Hanna erklärt uns was Erziehung für sie bedeutet
Lotti schreibt über die Babysprache und die Sprachentwicklung
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