Impfungen - Braucht man das überhaupt?

Ich saß am Montag in der Kinderarztpraxis, Ben stellten wir zur U6 vor. Im Wartezimmer war ich aber nicht alleine. Unter anderem ein Vater mit seiner Tochter, die vor sich hinschniefte. Neben mir eine Mutter mit ihrem etwa 6 Monate altem Sohn. Natürlich kommt von mir immer ein freundliches Guten Morgen, doch ansonsten rede ich nicht munter darauf los. Besagte Mutter aber nahm meine Ankunft zum Anlass drauf los zu reden. Ihr Sohn wäre zur U5 da und dass sie es einfach nicht verstehen kann, warum sie zu so etwas überhaupt kommen müsse. Der Monolog entwickelte sich erzwungener Maßen zu einem Gespräch:

"Ach, und das dieser Arzt auch nicht verstehen will, dass Impfungen gefährlich sind."
"So?"
"Ja, so viele Kinder leiden unter diesen ganzen Impfschäden oder Sterben davon."
"Hmmm?"
"Ist doch sowieso nur Geldmacherei von den Pharmafutzis! Kein Mensch braucht heutzutage noch eine Impfung!"
"Nun...."
"Die machen einfach nur Panik, hier wäre ein Kind gestorben und da, dabei wollen die doch nur dass man die Kinder impft damit die sich ihre Taschen voll machen!"
"Wurden sie geimpft?"
"Nein, um Gottes Willen! Meine Mutter hat regelmäßig Windpocken-Partys gemacht. Da braucht man keinen Impfschutz."
"Achja?"
...."Ben Schlichten bitte in die 4..."
"Lassen Sie sich bloß nix aufquatschen!"
"Ehm, jaja..."

Ich war wirklich froh, dass das Gespräch, wenn man es so formulieren kann, nun ein Ende hatte. Was entgegnet man denn da auch? Ich habe lange darüber nach gedacht, und auch nachher im Auto mit meinem Mann darüber gesprochen. Wir haben uns von Anfang an dafür entschieden unsere Kinder impfen zu lassen. Ich vertraue zwar sehr gerne auf die Natur, für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen..... Worauf ich allerdings nicht vertraue ist, das Kind wird schon nicht krank werden. Da wird schon nix passieren!






Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hib, Hepatits B,  Masern, Mumps, Röteln (MMR), Varizellen, Meningokokken, Pneumokokken, Rotaviren und Papillomaviren (HPV). Ich könnte jetzt den Pschyrembel rausholen, aber ich setze jetzt darauf, dass ihr einmal selbst euch informiert oder schon informiert seid. In meiner Ausbildung habe ich die Kinderkrankheiten auch grob umrissen, auch wie geimpft wird, und was da denn so drinnen ist habe ich gelernt.

Und natürlich kommen Gedanken zu Impfschäden auf, doch die Sorge, dass das Kind an den Folgen einer Kinderkrankheit (Hirnhautentzündungen, Leberschäden, Lungenentzündungen etc.) erkranken und vielleicht sogar sterben könnte, überwog ganz klar für mich. Auch ich bin komplett geimpft, das stand nie außer Frage. Meine Mutter und ihre Mutter, examinierte Krankenschwestern ihrer Zeit, kämen gar nicht auf die Idee nicht impfen zu lassen.


Impfen oder nicht impfen? Das ist hier die Frage....


Doch bin ich der Meinung, dass es da keine wirklich gültige Antwort gibt. Ich bin der Meinung, dieses Ganz oder Gar Nicht ist einfach nicht vertretbar. Da gibt es auf der einen Seite die Eltern die kategorisch alles impfen lassen ohne darüber nach zu denken und auf der anderen Seite die Eltern, die gar nicht impfen lassen weil sie es für Humbug halten? Nein, in diesem schwarz/weiß-Geflecht befinden wir uns nicht. Wir sind natürlich eher Pro als Contra. Aber eben mit Verständnis, mit Fragen.

Wir haben impfen lassen, und werden auch weiterhin impfen lassen. Einfach weil ich es wichtig finde, für meine Kinder und für Kinder, die eben aufgrund einer Immunschwäche nicht geimpft werden können. Ich übernehme also nicht nur Verantwortung für mich und meine Kinder!

Ich möchte euch gerne ans Herz legen euch wirklich zu informieren und nicht einfach zu sagen, wir impfen nicht, weil dass jetzt so Trend wird, warum genau weiß ich eigentlich gar nicht. Bitte informiert euch. Welche Impfungen sind für euch sinnvoll, welche eher nicht. Informiert euch nicht nur bei einer Person, hört euch verschiedene Meinungen an und hinterfragt die Dinge.


Bevor nun alle Losschreien....
Ja, ich bin nur Laie, nur Mutter und mit meiner Ausbildung kann ich mich nicht zum Experten machen, mache ich auch nicht. Der Artikel spiegelt lediglich meine eigene Meinung wieder, daher habe ich auch auf Studien u.ä. verzichtet. Ich maße mir nicht an, das Thema im vollen Umfang zu über blicken und ehrlich gesagt, möchte ich das auch nicht, denn Medizin noch zu studieren kommt für mich nicht mehr in Frage. Daher seid freundlich in den Kommentaren, ich höre mir auch wirklich gerne andere Meinungen an.

Schaut doch auch gerne bei Familie Motte oder bei Baby, Kind und Meer vorbei um weitere Meinungen zu lesen.


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